Veranlassung

Im Jahr 2010 war die mitteleuropäische Brutpopulation der Lachseeschwalbe auf 41 Brutpaaren geschrumpft, die sämtlichst in Dithmarschen brüteten. Dies war der Rest der bis zu 500 Brutpaare starken ehemals deutsch-dänischen (cimbrischen) Population, seit in Dänemark die letzten Einzelbruten im Jahr 2006 erfolglos stattgefunden hatten. Es gab nun zwei Teilkolonien, die sich etwa 15 km von einander entfernt in Friedrichskoog und Neufelderkoog befanden. Am Ende der Brutzeit hatten in beiden Kolonien keine Küken überlebt. Der Brutplatz in Friedrichskoog lag nur etwa 70 cm über dem mittleren Hochwasser, sodass zwei Tage mit hohen Sommerfluten alle Gelege und eben geschlüpften Küken wegspülte. In der besser vor Hochwasser geschützen Teilkolonie Neufelderkoog wurden vorsätzliche menschliche Störungen in der Brutkolonie festgestellt. Trotzdem gab es zahlreiche Bruten mit Schlupferfolg. Allerdings verschwanden die Küken in den folgenden 2 Wochen spurlos. Hier musste es also zahlreiche Probleme gegeben haben, die zunächst nicht alle erklärt werden konnten. Darüber hinaus wurde bekannt, dass der Bruterfolg in den vorangegangenen 10 Jahren ebenso kläglich ausgefallen war.

Auf Grund dieser Befunde, und weil das Land Schleswig-Holstein, auch im europäischen Kontext, eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser stark bedrohten und geographisch isolierten Population besitzt, wurde im Jahr 2011 das "Artenhilfsprojekt für die Lachseeschwalbe" gegründet. Ziel des Projektes war und ist das Aussterben dieser Population zu verhindern und den Schutz der aus drei Seeschwalbenarten, Lachmöwen, Säbelschnäblern, Austernfischern und anderen Bodenbrütern bestehenden Großkolonie zu sichern, die in Deutschland einmalig ist. Auf Grund der Abhängigkeit der Lachseeschwalben von anderen Koloniebrütern konnte es nur einen ganzheitlichen Ansatz geben, der mindestens Flussseeschwalben, Lachmöwen und Säbelschnäbler einschließt. Darüber hinaus gab es Wissenslücken zum Brut- und Nahrungshabitat, die durch ergänzende Untersuchungen im Projektrahmen geschlossen werden sollten, um das Artenschutzkonzept kontinuierlich zu verbessern und die Maßnahmen anzupassen.

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